Den Anfang in dir neu verstehen
Körper- und beziehungsorientierte Selbsterfahrung zu frühen Prägungen aus Schwangerschaft, Geburt und früher Beziehung
Schwangerschaft, Geburt und die ersten Beziehungserfahrungen gehören zu unserer Lebensgeschichte. Sie können unsere Entwicklung mitprägen – ebenso wie spätere Erfahrungen, Beziehungen, das soziale Umfeld und unsere persönlichen Ressourcen.
In diesem Workshop geht es deshalb nicht darum, eine bestimmte Ursache für heutige Schwierigkeiten zu finden oder die eigene Geburt nachzustellen. Im Mittelpunkt steht das, was heute in dir wahrnehmbar ist:
Was geschieht in mir – und was könnte mir helfen, anders damit umzugehen?
Warum dieser Workshop?
Manche Reaktionen setzen ein, bevor der Verstand eingreifen kann. Unter Druck ziehen wir uns vielleicht zurück, passen uns übermässig an, funktionieren einfach weiter oder verlieren den Kontakt zu unseren eigenen Bedürfnissen.
Vielleicht kennst du Situationen, in denen du:
- dich schnell überfordert, eingeengt oder hilflos fühlst,
- deine eigenen Bedürfnisse und Grenzen nur schwer wahrnimmst,
- dich stark an andere anpasst,
- in Beziehungen immer wieder ähnliche Muster erlebst,
- bei Veränderungen oder Übergängen ungewöhnlich stark unter Druck gerätst,
- dir selbst mit mehr Verständnis begegnen möchtest.
Der Workshop bietet dir einen geschützten Rahmen, um solche gegenwärtigen Reaktionsweisen zu verlangsamen, körperlich wahrzunehmen und neugierig zu erforschen.
Was der Workshop ermöglichen kann
Die gemeinsame Arbeit kann dich dabei unterstützen:
- körperliche Stressreaktionen früher wahrzunehmen,
- wiederkehrende Muster bewusster zu erkennen,
- Bedürfnisse und persönliche Grenzen klarer zu spüren,
- zwischen Nähe, Abstand und Selbstbestimmung mehr Wahlmöglichkeiten zu entwickeln,
- vorhandene Ressourcen gezielter zu nutzen,
- dir selbst mit mehr Verständnis und Mitgefühl zu begegnen,
- Übergänge und Veränderungen bewusster zu gestalten,
- deiner frühen Lebensgeschichte einen persönlichen und stimmigen Platz zu geben.
Dabei geht es nicht um schnelle Lösungen oder eine vorgegebene Deutung deiner Geschichte. Veränderung kann dort beginnen, wo du deine heutigen Reaktionen besser verstehst und neue Erfahrungen zulassen kannst.
Wie wir arbeiten
Wir arbeiten langsam, ressourcenorientiert und körperbezogen. Aufmerksamkeit erhalten unter anderem:
- Körperempfindungen und Bewegungsimpulse,
- Gefühle und gegenwärtige Reaktionen,
- innere Bilder und persönliche Bedeutungen,
- Orientierung, Sicherheit und Selbstregulation,
- Bedürfnisse, Grenzen und Handlungsmöglichkeiten,
- Austausch und Integration.
Jede teilnehmende Person erhält Raum für einen eigenen, begleiteten Prozess. Die übrige Gruppe unterstützt diesen durch achtsame Präsenz. Niemand muss mehr erzählen oder zeigen, als sich im jeweiligen Moment stimmig anfühlt.
Kurze Übungen zur Körperwahrnehmung sowie eine Sequenz mit gleichmässigem Trommelrhythmus können die Sammlung und innere Wahrnehmung unterstützen.
Du entscheidest jederzeit selbst, wie weit du dich auf eine Übung oder einen Prozess einlassen möchtest.
Keine Erinnerungen müssen gefunden werden
Du musst nicht wissen, wie deine Schwangerschaft oder Geburt verlaufen ist. Du musst dich auch an nichts erinnern können.
Körperempfindungen, Gefühle oder innere Bilder, die während des Workshops auftreten, werden als gegenwärtige Erfahrungen betrachtet. Sie sind kein Beweis dafür, dass ein bestimmtes Ereignis während der Schwangerschaft oder Geburt tatsächlich so stattgefunden hat.
Der mögliche Gewinn liegt nicht in einer vermeintlich sicheren Erklärung der Vergangenheit, sondern in neuen Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten in der Gegenwart.
Für wen eignet sich der Workshop?
Der Workshop richtet sich an Erwachsene, die:
- sich selbst und ihre Reaktionsweisen besser verstehen möchten,
- wiederkehrende körperliche oder emotionale Muster erforschen möchten,
- Interesse an körper- und beziehungsorientierter Selbsterfahrung haben,
- sich mit Übergängen, Nähe, Grenzen oder Selbstbestimmung beschäftigen,
- bereit sind, sich achtsam auf einen Prozess in einer kleinen Gruppe einzulassen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Wichtiger Hinweis
Der Workshop ist ein Angebot zur Selbsterfahrung. Er ist keine Psychotherapie und ersetzt keine medizinische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung.
Bei einer akuten psychischen Krise, akuter Suizidalität, einer gegenwärtigen schweren Traumafolgestörung oder fehlender psychischer Stabilität ist eine Teilnahme nicht geeignet.
Wenn du dich aktuell in psychotherapeutischer oder psychiatrischer Behandlung befindest, empfehlen wir, die Teilnahme vorher mit deiner behandelnden Fachperson und mit uns zu besprechen.
Vor einer verbindlichen Anmeldung führen wir ein kurzes persönliches Gespräch. So können wir gemeinsam klären, ob der Workshop zum jetzigen Zeitpunkt und zu deinem Anliegen passt.
Der Rahmen
Nächster Termin
Freitag, 27. November bis Sonntag, 29. November 2026
Dauer
Freitagabend bis Sonntag
Gruppengrösse
Maximal fünf Teilnehmende
Ort
Gemeinschaftspraxis Gehre
Zürcherstrasse 135
8910 Affoltern am Albis
Seminargebühr
CHF 590.-
Leitung
Der Workshop wird gemeinsam von Ursula Gehre-Staffiero und Steven Gehre geleitet.
Wir verbinden körperorientierte Selbsterfahrung mit langjähriger Erfahrung in Craniosacral Therapie, Integrativer Babytherapie sowie prä- und perinataler Begleitung. Wichtig sind uns ein klarer Rahmen, ein respektvoller Umgang mit persönlichen Grenzen und ausreichend Zeit für die Integration des Erlebten.
Möchtest du herausfinden, ob der Workshop zu dir passt?
Gerne klären wir deine Fragen in einem persönlichen Gespräch. Deine Anfrage ist unverbindlich.
Häufige Fragen
Wird meine Geburt im Workshop nachgestellt?
Nein. Es geht nicht darum, deine Geburt nachzuspielen oder einen bestimmten Ablauf zu rekonstruieren. Im Mittelpunkt stehen deine gegenwärtigen Wahrnehmungen und Reaktionen.
Muss ich etwas über meine Geburt wissen?
Nein. Kenntnisse über Schwangerschaft oder Geburt sind keine Voraussetzung.
Muss ich vor der Gruppe persönliche Erfahrungen erzählen?
Nein. Du bestimmst selbst, was du mitteilen möchtest. Die persönlichen Grenzen aller Teilnehmenden werden respektiert.
Was geschieht mit den persönlichen Informationen aus der Gruppe?
Alles Persönliche, was während des Workshops geteilt wird, wird vertraulich behandelt. Diese Verbindlichkeit gilt für die Leitung und alle Teilnehmenden.
Ist der Workshop eine Therapie?
Nein. Es handelt sich um begleitete Selbsterfahrung und nicht um eine psychotherapeutische Behandlung.
