Osteopathie bei Plagiocephalie

Osteopathie bei Plagiocephalie und infantiler Haltungsassymetrie

Die Behandlung der infantilen Haltungsasymmetrie wird derzeit kontrovers diskutiert. Die lagebedingte Plagiozephalie verläuft oft gutartig und zeigt ohne Behandlung spontan eine Verbesserung. Jedoch in 25% der Fälle bleiben Asymmetrien bestehen. Zur Entstehung der lagebedingten Plagiozephalie existieren verschiedene Theorien. Einerseits werden Zwangshaltungen und intrauteriner Platzmangel, Geburtstraumata, Torticollis oder einfach nur eine einseitige Lagerung der Säuglinge durch die Eltern genannt. Der noch weiche Schädel kann sich durch die vermehrte Druckbelastung auf der „Lieblingsseite“ abflachen. Dadurch verschieben sich die Ohren und folglich zeigt sich an Stirn und im Gesicht eine Asymmetrie. Forscher fanden heraus, dass das Risiko für eine Entwicklungsverzögerung umso höher ist, je stärker der Kopf verformt ist. Mehrere Studien finden einen Zusammenhang zwischen Plagiozephalie und Schwierigkeiten mit der kognitiven, psychomotorischen und sprachlichen Entwicklung. Aus der Empirie zeigt sich direkt nach der osteopathischen Behandlung der Säuglinge, dass die zusätzlich bestehenden Auffälligkeiten im Bereich Schrei-, Trink- und Schlafverhalten oft zeitnah positiv beeinflusst werden können