Schreibaby-Sprechstunde in Affoltern am Albis

Hilfe für Eltern und Babys, wenn das Weinen belastet

Schreibaby-Sprechstunde in Affoltern am Albis

Hilfe für Eltern und Babys, wenn das Weinen belastet

Ein Baby, das über längere Zeit viel weint und sich nur schwer beruhigen lässt, kann Eltern an ihre Grenzen bringen.

Vielleicht tragen Sie Ihr Baby stundenlang, stillen oder füttern es erneut, gehen spazieren, fahren mit dem Auto oder versuchen alles, was Ihnen empfohlen wurde – und trotzdem findet Ihr Kind kaum zur Ruhe.

Mit zunehmender Erschöpfung kommen häufig Zweifel auf:

Warum weint mein Baby so viel?
Mache ich etwas falsch?
Warum kann ich mein eigenes Kind nicht beruhigen?

Damit sind Sie nicht allein.

In unserer Schreibaby-Sprechstunde begleiten wir Babys und ihre Eltern gemeinsam. Dabei geht es nicht nur darum, das Weinen möglichst schnell zu beenden. Wir möchten verstehen, was Ihr Baby momentan braucht und was Ihnen als Familie helfen kann, wieder mehr Sicherheit, Orientierung und Ruhe zu finden.

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Wann können Sie sich an uns wenden?

Eltern kommen beispielsweise zu uns, wenn ihr Baby

  • sehr viel oder über längere Zeit weint,
  • sich nur schwer beruhigen lässt,
  • auffallend unruhig oder angespannt wirkt,
  • sich häufig überstreckt,
  • Schwierigkeiten hat, zur Ruhe oder in den Schlaf zu finden,
  • sich kaum ablegen lässt,
  • Berührungen oder bestimmte Positionen schlecht toleriert,
  • Schwierigkeiten beim Trinken zeigt,
  • oder wenn die Zeit nach Schwangerschaft und Geburt für die Familie besonders belastend ist.

Sie können sich auch an uns wenden, wenn Sie selbst zunehmend erschöpft, hilflos oder überfordert sind.

Sie müssen nicht warten, bis die Situation für Sie unerträglich geworden ist.

Warum weinen manche Babys so viel?

Weinen gehört zur Kommunikation eines Babys. In den ersten Lebenswochen und -monaten können Phasen auftreten, in denen ein Kind deutlich mehr weint und nur schwer in die Ruhe findet.

Wenn ein Baby jedoch sehr häufig oder lange weint, können unterschiedliche Faktoren beteiligt sein. Dazu gehören beispielsweise Hunger, Müdigkeit, Reizüberflutung, körperliches Unwohlsein, Schwierigkeiten beim Schlafen oder Trinken, Regulationsprobleme und medizinische Ursachen.

Auch Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit danach gehören zur Geschichte eines Kindes und seiner Familie. Wir berücksichtigen diese Erfahrungen, ohne automatisch davon auszugehen, dass eine schwierige Geburt die Ursache des Weinens ist.

Eine belastende Geburt bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Baby traumatisiert ist. Ebenso beweist häufiges Weinen nicht, dass die Ursache während der Geburt entstanden ist.

Für uns gilt:

Zuerst beobachten und verstehen – dann gemeinsam entscheiden, was hilfreich sein könnte.

Was passiert in der Schreibaby-Sprechstunde?

1. Ausführliches Gespräch

Am Anfang nehmen wir uns Zeit, um Ihre Situation kennenzulernen.

Wir sprechen über Schwangerschaft und Geburt, die erste Zeit mit Ihrem Baby, das Schlaf- und Trinkverhalten sowie darüber, wann und in welchen Situationen Ihr Kind besonders viel weint.

Auch Ihre Belastung, Ihre Fragen und Ihre bisherigen Erfahrungen haben Raum.

2. Gemeinsame Beobachtung

Danach beobachten wir Ihr Baby gemeinsam:

  • Wie bewegt es sich?
  • Wann entsteht Unruhe?
  • Was hilft ihm, sich zu orientieren?
  • Wie reagiert es auf Nähe, Berührung und Bewegung?
  • Wann benötigt es eine Pause?
  • Was unterstützt den Kontakt zwischen Ihnen und Ihrem Kind?

Die Signale Ihres Babys bestimmen das Tempo.

3. Individuelle therapeutische Begleitung

Je nach Situation können sanfte körpertherapeutische Kontakte, Craniosacrale Therapie, Bewegungsangebote und Elemente der Integrativen Babytherapie Teil der Begleitung sein.

Wir arbeiten nicht nach einem starren Behandlungsschema. Das Vorgehen wird an das Baby, die Eltern und die jeweilige Situation angepasst.

Dabei wird Ihr Kind nicht zu bestimmten Reaktionen gedrängt. Entscheidend ist, dass es Orientierung, Kontakt und Unterstützung finden kann.

4. Unterstützung der Eltern

Auch Sie als Eltern gehören zur Behandlungssituation.

Gemeinsam schauen wir, wie Sie die Signale Ihres Babys besser erkennen und einordnen können. Ziel ist es, mehr Sicherheit im Umgang mit Ihrem Kind zu gewinnen und Möglichkeiten zur Entlastung im Familienalltag zu finden.

Weinen darf sein – aber ein Baby wird nicht zum Weinen gebracht

Dieser Unterschied ist uns besonders wichtig.

Weinen ist eine wichtige Ausdrucks- und Kommunikationsform des Babys. Deshalb muss es während einer Behandlung nicht um jeden Preis unterbrochen werden.

Wir provozieren jedoch kein Weinen und keine Überforderung, um vermeintlich gespeicherte Geburtserfahrungen oder Traumata „freizusetzen“.

Wir beobachten vielmehr, ob das Baby trotz seiner Erregung Kontakt, Orientierung und Unterstützung finden kann. Wenn es Anzeichen von Überforderung zeigt, wird das Vorgehen angepasst oder unterbrochen.

Das Baby gibt das Tempo vor.

Auch Eltern brauchen Unterstützung

Wenn ein Baby über Wochen sehr viel weint, betrifft das die ganze Familie.

Schlafmangel, dauernde Alarmbereitschaft und das Gefühl, das eigene Kind nicht beruhigen zu können, können körperlich und emotional enorm belastend werden.

Auch Sie als Mutter oder Vater dürfen sagen:

„Ich kann nicht mehr.“

Das ist kein persönliches Versagen und kein Grund, sich zu schämen. Es ist ein wichtiges Signal dafür, dass Sie Unterstützung und Entlastung benötigen.

Gemeinsam suchen wir nach Möglichkeiten, wie Sie wieder mehr Sicherheit und Handlungsspielraum gewinnen können.

Wenn die Belastung zu gross wird

Wenn Sie Angst haben, Ihrem Baby etwas anzutun:

Legen Sie Ihr Baby auf den Rücken an einen sicheren Ort, beispielsweise in sein Bettchen. Verlassen Sie den Raum für einen kurzen Moment, wenn dies notwendig ist, um wieder Kontrolle zu gewinnen.

Holen Sie sich sofort Unterstützung durch eine vertraute Person oder eine professionelle Beratungsstelle.

Schütteln Sie Ihr Baby niemals.

Wenn Sie befürchten, die Kontrolle zu verlieren oder Ihr Kind zu verletzen, benötigen Sie unmittelbar Unterstützung:

Unsere Schreibaby-Sprechstunde kann therapeutisch begleiten, ersetzt aber keine akute Krisen- oder Notfallversorgung.

Wann ist eine medizinische Abklärung notwendig?

Vieles Schreien ist nicht automatisch Ausdruck einer Erkrankung. Gleichzeitig dürfen körperliche Ursachen nicht übersehen werden.

Bitte lassen Sie Ihr Baby zeitnah kinderärztlich untersuchen, wenn es

  • plötzlich anders oder ungewöhnlich schrill schreit,
  • Fieber hat,
  • Atemprobleme zeigt,
  • deutlich weniger trinkt,
  • wiederholt erbricht,
  • ungewöhnlich schläfrig oder schwer weckbar wirkt,
  • nicht ausreichend an Gewicht zunimmt,
  • Krampfanfälle oder andere neurologische Auffälligkeiten zeigt,
  • oder wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Baby krank ist.

Bei einer akuten Verschlechterung oder einem medizinischen Notfall wählen Sie 144.

Wir stellen keine kinderärztlichen Diagnosen. Unsere Begleitung versteht sich als Ergänzung zur medizinischen Versorgung. Bei Bedarf arbeiten wir mit Kinderärztinnen und Kinderärzten, Hebammen, Stillberaterinnen, Physiotherapeutinnen und weiteren Fachpersonen zusammen.

Unser therapeutischer Ansatz

Unsere Schreibaby-Sprechstunde verbindet langjährige Erfahrung in der Begleitung von Babys und Familien mit Craniosacraler Therapie und Integrativer Babytherapie.

Dabei betrachten wir drei miteinander verbundene Bereiche:

Das Baby

Was zeigt uns sein Körper und sein Verhalten? Was unterstützt seine Orientierung und Regulation?

Die Eltern

Was benötigen Mutter und Vater, um wieder mehr Sicherheit, Entlastung und Handlungsspielraum zu gewinnen?

Die Beziehung

Was unterstützt Eltern und Kind dabei, sich gegenseitig besser wahrzunehmen und wieder leichter miteinander in Kontakt zu kommen?

Es geht nicht darum, ein Baby möglichst schnell „ruhig zu machen“.

Es geht darum, das Baby besser zu verstehen und die Familie als Ganzes zu stärken.

Sie brauchen Unterstützung?

Wenn Ihr Baby viel weint und Sie zunehmend erschöpft sind, dürfen Sie sich frühzeitig bei uns melden.

Gemeinsam schauen wir, was Ihr Baby und Sie als Familie momentan benötigen und ob unsere therapeutische Begleitung für Ihre Situation geeignet ist.

Babytermine sind weiterhin möglich.

Telefonnummer: 044 869 22 00